Ginkgo Biloba ist eine der ältesten in Verwendung befindlichen Heilpflanzen, welche in diversen Studien einen Wirknachweis erbrachte. Es findet bei unterschiedlichen Erkrankungen Anwendung, wie etwa:

  1. Gedächtnisleistungsstörungen, dementielle Syndrome und Konzentrationsstörungen.
  2. Schwindel, Tinnitus und Hörminderung.
  3. Zur Verbesserung der arteriellen Durchblutung.

Zudem wird der Heilpflanze auch eine Neuroprotektion, also ein schützender Effekt für Nervenzellen, nachgesagt.

An Nebenwirkungen lassen sich selten Magen/Darm Irritationen, sporadisch auch Kopfschmerzen und allergische Reaktionen beobachten. Diese Effekte sind zu einem größeren Anteil der sogenannten Ginkgolsäure zuzuordnen, welche insbesondere bei Teezubereitungen in erhöhtem Ausmaß extrahiert werden kann. In Anbetracht der Wirkung auf den plättchenaktivierenden Faktor erscheint – zusätzlich zu den positiven Effekten – auch eine minimal verstärkte Blutungsneigung bei Kombination mit anderen gerinnungsaktiven Substanzen möglich.

In der traditionellen chinesischen Medizin finden – außer den Blättern – zudem auch die Samen und Wurzeln dieser Heilpflanze Anwendung, dahingehend existieren jedoch keine wissenschaftlichen Daten. Die Samen werden dabei bei Husten, Blaseninfektionen, Asthma, Tuberkulose, Alkoholvergiftungen, Blähungen oder Gonorrhöe, während die Wurzeln bevorzugt für Störungen des Samenergußes oder Menstruationsbeschwerden Verwendung finden.

Formulierungen:

Häufig eingesetzt werden Teezubereitungen, wobei selbige vor allem die Gefahr einer erhöhten Zufuhr von Ginkgolsäure tragen mit entsprechenden unerwünschten Wirkungen. Somit zu empfehlen sind diesbezüglich eher fertige Zubereitungen – meist in Tablettenform – die bereits bei diversen Drogerien aber insbesondere auch über die Apotheke (dort meist in höheren Dosierungen) bezogen werden können.

Bevorzugt man dennoch eher alternative Zubereitungen könnten selbige wie folgt aussehen:

Tee

1-2 Teelöffel mit Gingko pro Tasse in kochendem Wasser für etwa 10 Minuten ziehen lassen, danach Ginkgo abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von dieser Teezubereitung trinkt man bis zu 3 Tassen täglich.

Tinktur

Um eine Tinktur aus Ginkgo selbst herzustellen, füllt man Ginkgo in ein Schraubdeckel-Glas, füllt dann mit Doppelkorn oder Weingeist auf, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind und lässt das ganze für 2-6 Wochen ziehen. Danach abseihen und in eine Lichtschutzflasche (Braunflasche) füllen. Von dieser Tinktur nimmt man bis zu dreimal täglich 20-40 gtt (Tropfen) ein.

Fertigpräparate

Tebonin, Tebofortan, Cerebokan, etc. Dabei wird üblicherweise eine Dosierung von 40-200 mg pro Tag angestrebt.

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